Sonntag, 13. Mai 2012

Jacke Modell 113, Burda 3/2007

Öhmm... vor knapp 5 Jahren ist dieser Streifenstoff mit mir nach Hause gewandert. Himmel... die Zeit vergeht so schnell! Schon damals hatte ich für den Stoff das Modell 113 aus Burda 3/2007 im Kopf. Da mir beides immer noch sehr gut gefällt, habe ich mal dran gewagt.

Hier also das Endergebnis - endlich hat das Wetter, die Zeit und die Lust für Fotos mitgespielt:


Der Stoff ist hellblau mit einem Stich ins Lila. Aber auch nicht so richtig fliederfarben. Als ich auf Knopfsuche gegangen bin, dachte ich, es wird mehr als schwierig. Im Stoffladen fand ich genau einen der passte und der gefiel mir prompt. Glück gehabt!

Das Nähen der Innenecke an der Ausschnittblende hat mich einige Nerven gekostet, da innen gleichzeitg der Besatz mitgefasst wird. Irgendwie habe ich es nie so hinbekommen wie ich wollte und beim Streifenmuster sieht man sowieso jede Abweichung. Kurzerhand habe ich mich entschlossen, die Schmalseite der Blende per Hand festzunähen, einmal von vorne, dann von hinten. Viel Nerven schonender und vom Ergebnis deutlich zufriedenstellender. Und man quält den Stoff nicht so. Die zwei glänzenden Streifen des Streifenmusters sind mittig in der Blende angeordnet. An der Manschette ist es ebenso.



Das Innenleben wollte ich etwas feiner haben als einfach per Overlock versäubert und so habe ich alle Nähte mit Schrägband eingefasst. Mühsam, aber der Anblick lohnt.




Änderungen:


Die üblichen Änderungen auf meine Körpergröße von 1,60m. Die Ärmel fand ich jedoch etwas zu lang für 3/4 Armlänge und habe sie etwas gekürzt.

Fazit:


Jederzeit gerne wieder. Der Ausschnitt ist einfach mal was anderes und für schöne Ketten ein netter Rahmen. Ohne etwas am Hals fände ich es jetzt zu nackig.

Die Kombination der Jacke mit der Röhrenjeans wie auch der Farben gefällt mir ausgesprochen gut.  Nach der Jeans habe ich auch lange gesucht und bin dann durch Zufall bei einer reduzierten Kinderjeans hängen geblieben. Sie sitzt besser als manche Jeans für Erwachsene. Nur die Länge musste ich kürzen. Und zu meinem Glück war sie auch noch deutlich reduziert.

Mittwoch, 28. März 2012

Zwischenprojekt

Diese Gesellen namens "Pepe" haben mich ein wenig von meinen eigentlichen Projekten abgehalten. Aber... sie sind genäht für einen guten Zweck - nämlich für den Osterbasar in Ninas Kindergarten. Nochmal ein dickes Dankeschön an Olga für den tollen Nähtipp und die Stickdatei fürs Gesicht. Und wer sich auch mal an Pepe probieren möchte sollte mal hier schauen.

Und meine eigentlichen Projekte? Das ist zum einen ein gestricktes Sommershirt - hier muss ich nur noch das Rückenteil fertig stricken. Und eine Blusenjacke. Allerdings ist hier noch ein bisschen mehr zu machen:

  • Saum mit Schrägband fertig einfassen
  • Saum und Besätze festnähen
  • Schulterpolster einnähen
  • Manschette annähen
  • Knopflöcher machen und natürlich die Knöpfe annähen

... dann ist es endlich geschafft!

Freitag, 24. Februar 2012

Ninas Faschingsoutfit 2012 - weiter gehts

Sodelle... und hier noch der Rest des Faschingsoutfits...

Röckchen:


Schnitt: Modell 10, Ottobre 6/2011

Änderungen: Etwas verlängert, so dass er knapp knöchellang ist.



Der Rock selbst hat noch einen Überrock aus Organza bekommen, den ich einfach am Bund mitgefaßt habe. Die Organzakanten sind mit der Overlock versäubert, darüber habe ich per Hand eine Paillettenborte aufgenäht.

Und als letztes die Leggins:



Schnitt: Modell 35, Ottobre 6/2009

Änderungen: ohne Bündchen, Hosenbein um 4 cm in der Weite reduziert

Leider hatte ich keinen Legginsschnitt gefunden und habe mir so geholfen. Die Leggins sitzt schön schmal, sitzt aber nicht so eng wie eine Strumpfhose. Mittlerweile ist glaube ich in der letzten Ottobreausgabe sogar ein Legginsschnitt drin gewesen...


Oberhalb des Saums gab es auch noch eine kleine Applikation.

Donnerstag, 23. Februar 2012

Ninas Faschingsoutfit 2012

Erstmal ganz, ganz lieben Dank für Eure vielen Kommentare zu meinem neuen Blogdesign. Es freut mich wirklich sehr, dass es Euch gefällt. Es ist alles noch ein wenig ungewohnt, dass alte Blogoutfit hat mich doch über ein paar Jahre hinweg begleitet. Aber je länger und je öfter ich mir das Neue ansehe, desto besser wirds ;-)

Aber nun zu Ninas Faschingsoutfit... natürlich durfte sie sich aussuchen, als was sie sich verkleiden möchte. Und wie sollte es anders sein - eine Prinzessin wollte sie natürlich sein. Wie wohl jedes Mädchen irgendwann einmal. Farbvorgaben: Rosa und hellblau.

Da ich Nina für ein "richtiges" Prinzessinfaschingskleid noch zu klein finde, haben wir einen Kompromiss gemacht: Es gab Shirt, Leggins und Rock. Shirt und Leggins kann sie auch außerhalb der Faschingssaison anziehen und das Röckchen wächst mit und wird allenfalls kürzer. So kann sie das Faschingskostüm auch länger anziehen.

Bei der Wahl für den Jersey hatte ich leider kein glückliches Händchen. Er fasst sich zwar beim Anfassen sehr angenehm an, entpuppte sich beim Nähen aber als zu spröde. Bedeutet: Eigentlich nicht vernähbar. Sprich: Löcher, Löcher, Löcher. Frust!

Und ja ich habe selbstverständlich neue Nadeln verwendet, aber alle Overlocknadeln sind zu dick. Auch spezielle Jerseyoverlocknadeln halfen nicht. Ich habe im Akt der Verzweiflung dann die dünnsten Nadeln, die ich zu Hause hatte ausprobiert: Microtexnadeln. Das funktionierte ganz gut. Allerdings beim Halsauschnitt nicht mehr, da es dort durch die vielen Lagen einfach zu dick ist und die normalen Nähmaschinennadeln ein klein wenig kürzer sind als die ELX-Nadeln, die ich für meine Overlock verwende. Ich hatte so ein Problem übrigens schon einmal. Damals dachte ich, die Nadeln wären stumpf gewesen.

Mittlerweile weiß ich, das es an der Art des Jerseys liegt. Beide Male war es so eine Art Rippenjersey wie man ihn für Unterwäsche kennt, allerdings deutlich dicker. Von diesen Jerseys werde ich in Zukunft meine Finger lassen. Mein Jerseys ist genäht, aber ganz ohne Löchlein ging es leider nicht. Da sie immer direkt in der Naht liegen, konnte ich sie gut flicken und sie fallen nicht auf. Die Sachen sind jetzt schon mehrfach gewaschen und sie haben sich nicht weiter vermehrt. Aber es ist natürlich sehr ärgerlich. Da frage ich mich natürlich, welche Nadeln die Industrie verwendet.

Aber nun zum Shirt:


Schnitt: Modell 29, Ottobre 6/2010

Änderungen: Etwas verlängert, damit man es besser im Rock tragen kann. Ausschnitt verkleinert und dafür Kam Snaps zum Öffnen der Schulter eingefügt.


Applikation aus der Stickserie "Little Princess" von Kunterbunt-Design. Auf Filz gestickt, ganz knapp ausgeschnitten und per Hand aufgenäht wegen... na ihr wisst schon... Gefahr von Löchern.


Kleine Applikation auf beiden Ärmeln im Bereich der Armkugel. Zusammengebastelt aus Motiven der Stickmusterserie.


Und... ich gebe es zu... mein ganzer Stolz... ein per Hand gesäumter Halsauschnitt. Ich dachte anfangs nicht, dass es funktioniert. Den Jerseystreifen habe ich erst mit einem Kettstich aufgenäht und dann nach dem Umschlagen mit einem Hexenstich fixiert. So ist alles schön dehnbar. Die Farbe der Kam Snaps hat sich Nina ausgesucht.

Montag, 20. Februar 2012

Neues Blogdesign...


... weil Google ein wenig umgebaut hat. Ich hoffe es gefällt!

Dienstag, 17. Januar 2012

Rock Modell 10, Ottobre 6/2011 & Shirt Modell 29, Ottobre 6/2010

Endlich komme ich mal wieder dazu einen Post zu schreiben und euch ein sehr verspätetes "Frohes neues Jahr" zu wünschen. Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr hineingerutscht!

Schon lange wollte ich euch Nina Weihnachtsgeschenk zeigen, dass ich ihr genäht habe. Ein Rock (Modell 10, Ottobre 6/2011) und Shirt (Modell 29, Ottobre6/2010).

Hier erstmal der Rock. Er ist aus Feincordstoffen genäht, die schon lange auf ihren Einsatz gewartet haben.


Da der Feincord bei 3 eingekräuselten Lagen doch recht dick geworden wäre, habe ich oben jeweils eine Passe aus einem dünnen schwarzen Mischgewebe angesetzt. Die Ansatzkante sind jeweils abgesteppt, damit es gut fällt.


Eine kleine Schleife als Verzierung am Bund.


Innen ist der Bund einfach umgeklappt, die Kante mit Schrägband versäubert. So trägt es nicht so sehr auf.


Dazu passend ein Shirt (Modell 29, Ottobre 6/2010) mit Eulenapplikation. Ich habe in die Schulter einen Verschluss mit Kam Snaps gearbeitet, den Halsausschnitt etwas verkleinert. Hätte sogar ein wenig mehr sein können. Das Shirt ist um 2 Zentimeter verlängert, damit Nina es auch wirklich im Rock tragen kann.

Hier die Eule nochmal von nahem. Zum Applizieren habe ich die Cordstoffe verwendet. Zusätzlich sind Herzchen aus einer Glitzerfolie ausgestanzt und aufgebügelt. 40° C Wäsche halten sie gut aus, das Shirt ist mittlerweile mehrfach gewaschen. Eigentlich stand auf der Wäsche 30°C drauf, aber das ist bei Kinderkleidung doch recht schwierig.


Auf der Armkugel ist noch eine Blüte gestickt, die ich in Embird aus der Eule herausgeteilt habe. Ich hatte schon überlegt, eine Stickerei oberhalb des Ärmelssaum zu sticken, aber... da ich Nina die Ärmel noch umschlagen muss, hätte man die Stickerei nicht mehr gesehen. Dann doch lieber so...


Resümee:

Ich bin alles in allem sehr zufrieden. Die Glitzerfolie wird bestimmt öfters zum Einsatz kommen. Vielleicht wandert auch noch der eine oder andere Motivausstanzer hier ins Haus. Und beim nächsten Mal wird der Ausschnitt des Shirt ein klein wenig enger gemacht. Dann ist es perfekt. Genäht sind Rock und Shirt in Gr. 98. Zur Zeit noch ein wenig groß, aber ich hoffe, dass es dafür im Herbst noch passt.

Ja... und Töchterlein ist auch zufrieden. Das freut mich natürlich sehr!

Sonntag, 11. Dezember 2011

Burda Shirt Modell 125, Burda 12/2004 - Variante

Ein kleines Lebenszeichen von mir. Am Wochenende hat alles gepasst: Zeit, Lust und Wetter. So konnten wir ein in den letzten Wochen entstandenes Shirt fotografieren. Im Winter finde ich dass immer so schwierig, drinnen werden die Fotos einfach nicht so schön wie draußen.


Irgendwo habe ich ein Shirt mit Schluppe gesehen, dass mir sehr gut gefallen hat. So etwas in dieser Art nähe ich mir auch, dachte ich mir... Als Grundschnitt habe ich wieder einmal Modell 125 aus Burda 12/2004 abgewandelt. Der Jersey ist aus Viskose und fällt ganz weich und fließend.

Die Ärmel sind ähnlich wie schon bei diesem Shirt abgewandelt. Anleitung zum ändern der Ärmel hier *klick* Allerdings sind die Ärmel am Saum nicht ganz so weit wie bei meinem hellgrauen Shirt. Die Armkugel ist links und rechts von der Schulternaht noch zusätzlich über ca. 4 cm insgesamt eingekräuselt (fertige Weite). Am Saum ist noch ein Bündchen, etca 10% kürzer als der Saum. So kann man die Länge variieren und es auch ein wenig drapieren.

Der Schalkragen ist innen mit einem Hexenstich per Hand festgenäht, so bleibts dehnbar und ist von außen trotzdem unsichtbar.



Kleine Knopfleiste als Deko, einfach als Streifen aufgenäht, darauf selbst bezogene Knöpfe.


Ein schmales Ärmelbündchen sorgt für den bauschigen Fall der Ärmel am Hangelenk. Sie sind auf meinen Umfang am Handgelenk abgestimmt, damit sie nicht übers Handgelenk rutschen. Die Ärmel selbst haben etwas Überlänge.